Filmkorn und Halation
Das Korn ist eine von vier Filmstrukturen, aufgetragen in einer Größe relativ zum Bild statt zum Pixelraster. Die Halation ist ein roter oder oranger Lichtsaum, der erst oberhalb einer Helligkeitsschwelle erscheint, die du setzt. Beides wird im Sucher und in der gespeicherten Datei mit derselben Rechnung erzeugt — was du im Sucher siehst, wird geschrieben.
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Was der Kornregler wirklich tut
Vier Filmstrukturen auf einer Skala von Fein über Mittel bis Grob, mit getrennt einstellbarer Kristallgröße und Klumpung. Die Klumpung trennt Filmkorn von digitalem Rauschen: Echtes Korn bildet Nester, und gleichmäßig verteilte Sprenkel lesen sich als Sensorproblem und nicht als Filmmaterial.
Ein Preset kann seine eigenen Korneinstellungen mitbringen — die Felder für Stärke, Größe und Frequenz, die Lightroom schreibt, werden gelesen und angewendet — und die Regler der App sitzen darüber.
Warum das Korn am Bild bemessen wird
Korn in fester Pixelgröße sieht auf einem 12-MP-Bild völlig anders aus als auf einem 48-MP-Bild: Dieselbe Einstellung ist auf dem kleinen grob und auf dem großen unsichtbar.
Die Struktur wird deshalb relativ zum Bild skaliert. Ein Look, den du im Sucher einstellst, hält, wenn die Aufnahme mit voller Sensorauflösung läuft — und nur so ist eine Live-Vorschau von Korn überhaupt etwas wert.
Was Halation wirklich tut
Halation ist der rotorange Saum, den Film dort bekommt, wo ein helles Licht durch die Emulsion hindurch am Träger zurückgestreut wird — Straßenlaternen bei Nacht, ein Fenster in einem dunklen Raum, ein Streiflicht im Haar.
Es ist kein globales Leuchten. Der Effekt greift erst oberhalb einer Helligkeitsschwelle, und genau das hält ihn auf den Lichtern, die wirklich ausblühen würden, statt das ganze Bild zu vernebeln.
Die Schwelle setzen
Senkst du die Schwelle, blüht mehr vom Bild aus; hebst du sie, nur noch die hellsten Spitzlichter. Rot ist der filmischere der beiden Töne; Orange wirkt wärmer und hält sich besser gegen Kunstlicht.
Weil es live rendert, ist das ein Regler, den man durch Hinsehen einstellt statt durch Raten — und genau das ist das Argument dafür, die Gradierung überhaupt in den Sucher zu holen.
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